"Loading..."

Corona - Pandemie

Thema - Eigentümerversammlung

Wir halten Sie informiert!

Was Wohnungseigentümer und Verwalter wissen müssen

So bleibt die Gemeinschaft handlungsfähig

Wie andere Versammlungen unterliegen derzeit auch anstehende Wohnungseigentümerversammlungen deutlichen Einschränkungen. Ist das die Stunde der Wohnungsverwalter? Was müssen jene tun oder lassen? Und was bedeutet das für die Mieter in Wohnungseigentumsanlagen?

Antworten zu den wichtigsten Fragen:

Wie können Eigentümerversammlungen in Zeiten von Kontaktverboten stattfinden?

Die meisten aktuell in den Bundesländern geltenden Regelungen lassen keine öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen zu. Damit gibt es derzeit faktisch keine Wohnungseigentümerversammlungen.

Können Wohnungseigentümer auf anderen Wegen Beschlüsse fassen?

Ein schriftlicher Beschluss der Wohnungseigentümer ist nur möglich, wenn alle Wohnungseigentümer ihre Zustimmung zu einem solchen Beschluss schriftlich erklären (§ 23 Abs. 3 WEG). Das führt dazu, dass es in der Regel nicht zu Beschlüssen kommt.

Die am 23. März 2020 erlassene WEG-Reform soll jedoch eine Textform, etwa auch Abstimmungs-Apps, ermöglichen. Allerdings sieht auch dieser Entwurf die notwendige Zustimmung aller Wohnungseigentümer vor.

Die Online-Versammlung ist eine weitere Möglichkeit. Dabei handelt es sich um eine Online-Teilnahme an einer Präsenzveranstaltung, die an einem anderen Ort stattfindende Voraussetzung ist auch hier die vorab getroffene Vereinbarung der Wohnungseigentümer.

Faktisch können damit Wohnungseigentümer während der Corona-Pandemie wohl keine Beschlüsse fassen.

Wie sollen dann die Abrechnungen des vergangenen Wirtschaftsjahres beschlossen werden?

Bis auf Weiteres wird es mangels Beschlussfassung keine Abrechnungen geben. Diese werden erst nach der Pandemie wieder wirksam festgestellt werden können.

Anders sieht das bei den in der Praxis viel wichtigeren Wirtschaftsplänen aus. Hier hilft § 6 Abs. 2 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie. Danach behält der zuletzt beschlossene Wirtschaftsplan Geltung, damit die Finanzierung der Eigentümer gewährleistet ist.

Was passiert, wenn zwischenzeitlich die Bestellungszeit des Verwalters abläuft?

Nach § 6 Abs. 1 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie bleibt der zuletzt bestellte Verwalter bis zur Abberufung oder Bestellung eines Nachfolgers im Amt. Ziel des Gesetzgebers ist es zu verhindern, dass die Eigentümergemeinschaft in der derzeitigen schwierigen Situation ohne einen Verwalter dasteht.

Was müssen Wohnungseigentümer und Verwalter tun, um Infektionen in der Wohnungseigentumsanlage zu vermeiden?

Die Wohnungseigentümer treffen keine anderen Pflichten als alle anderen Bürger auch. Rücksicht ist geboten. Das gilt auch für Verwalter. Allerdings sollten diese durch Aushänge oder E-Mails auf allgemeine Regeln wie Kontaktvermeidung, Abstandgebot und Hygieneregeln hinweisen. Zwar empfiehlt es sich, Gegenstände wie Handläufe, Tür- und Fahrstuhlgriffe regelmäßig zu desinfizieren, jedoch ist der Verwalter zu keinem aktiven Infektionsschutz verpflichtet.

Anders sieht es bei landesrechtlich bestimmten Maßnahmen aus, etwa die Sperrung von Spielplätzen oder Gemeinschaftsflächen. Hier können sich besondere Pflichten ergeben.

Was passiert, wenn in Wohnungseigentumsanlagen Infektionsfälle auftreten?

Sollten wegen der Corona-Pandemie Todesfälle oder schwere Erkrankungen auftreten, kann es Aufgabe des Wohnungseigentümers sein, die notwendigen Maßnahmen zu veranlassen. Das gilt jedenfalls dann, wenn dies durch Angehörige nicht möglich ist und die Behörden nicht ohnehin schon das Erforderliche veranlassen.

Wird einem Verwalter ein Todesfall bekannt, sollte er die ihm bekannten Angehörigen und die Behörden in Kenntnis setzen.

Weder Wohnungseigentümer noch Verwalter sind jedoch dazu verpflichtet oder berechtigt, die in der Wohnanlage Wohnenden zu kontrollieren, was die Einhaltung der Regeln zur Infektionsvorbeugung betrifft. Dies ist nur möglich, wenn einzelne Bewohner oder Besucher Dritte in erheblicher Weise gefährden. In diesem Falle kann der Verwalter die Behörden einschalten.

Können derzeit angesichts des Abstandsverbots noch Instandhaltungsmaßnahmen stattfinden?

Wenn bei der Umsetzung das Abstandgebot eingehalten wird, gibt es grundsätzlich keine Einschränkungen. Das gilt insbesondere bei geplanten Renovierungs- oder Reparaturarbeiten.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Sie wollen Ihre Immobilie verkaufen?

Jetzt mehr erfahren

Was wir bieten

Immobilien gehören in professionelle Hände

Neutralität

Besichtigungstermine wickeln wir professionell ab und verstehen es, die Gegebenheiten mit den Vorstellungen der Kaufinteressenten zu verknüpfen. Hierbei ist unser entscheidender Vorteil, dass wir nicht emotional involviert sind und somit neutral ein markt- und sachorientiertes Verkaufsprozedere zusichern können.

Leidenschaft

Als Immobilienfachvermittler kennen wir auch die Stolpersteine beim Immobilienverkauf. Es ist unsere Aufgabe, eben diese Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Wir kennen den Markt und seine Klientel. Die Qualitäten einer Immobilie wissen wir einzuschätzen und können für Sie einen angemessenen Kaufpreis erzielen.

Sicherheit

Bereits im Vorfeld ermitteln wir für Sie die seriösen Interessenten. Einem Besichtigungstermin vor Ort geht immer ein persönliches oder telefonisches Beratungsgespräch voraus. Auch wichtige Daten zur Finanzierung klären wir vorab und wickeln Besichtigungstermine vor Ort professionell ab.

Nehmen Sie Kontakt auf

Sie möchten wissen wie Sie trotz der Corona-Krise Ihre Immobilie verkaufen können? Nehmen Sie einfach unverbindlich mit uns Kontakt auf.

Wir bieten Ihnen gerne eine kompetente Beratung oder sind Ihnen bei der Suche nach Ihrem Traumhaus behilflich.

Öffnungszeiten

Mo-Fr: 9:00 bis 18:00

Adresse

Mörikestraße 9
59505 Bad Sassendorf

Telefon
+49 2921 9697985
Rechtlicher Hinweis